DFG Nord Region Nordheide
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Berichte

Järvenpää-Buchholz. 10 Jahre Partnerschaft - und endlich mal Gast bei Puistoblues Festival

Dieses Jahr 2015 freuen wir uns über das 10jährige Bestehen unserer Städtepartnerschaft! Freude allein genügt nicht – es muß auch gefeiert werden! Deshalb haben wir Buchholzer (zu zweit, Tony Dwight und Wolfgang Messow) gerne die Einladung der TSSY angenommen, zum Parkblues-Festival bis

zum 1.Juli nach Järvenpää/Tuusula zu fahren.

Zwar war das PuistoBlues-Hauptkonzert am 28.Juni auf der Halbinsel Vanhankylänniemi der angestrebter Höhepunkt unserer Reise – aber die vielen Eindrücke davor und danach machen diese Reise zu einem einmaligen Erlebnis. Also – eben „einmalig“! Dafür schon mal vorab ein „Herzliches Dankeschön“ (Kiitoksia!) an die Mitglieder der TSSY!

Am Donnerstag, 29.Juni bekamen wir einen guten Eindruck von dem Begleitprogramm, denn in der Innenstadt im Fußgängerbereich der Sibeliuksenkatu musizierten verschiedene Bluesbands auf 3 kleineren Bühnen.

                               

Ein Helsinki Besuch ohne Etelä-Satama, Kauppahalli, Tuomiokirkko und die Fähre zu Suomenlinna wäre kein richtiger Helsinki Besuch! Auch unsere kleine Reisegruppe hat gern die touristischen Höhepunkte aufgesucht – natürlich mit einigen kleinen Besonderheiten, die uns empfohlen wurden:

 

Tuomiokirkko: Außer Agricola, Melanchton und Luther (Statuen) haben wir auch die Krypta mit Café und Gemäldeausstellung besucht. Die Gestaltung des felsigen Cafés ist sehenswert. Zum Kaffee mit Hefegebäck (korvapuusti) war in der Krypta auch Gelegenheit.

Suomenlinna: Wenn wir in Hamburg unsere Elbe den touristischen Gästen zeigen wollen, dann benutzen wir die preisgünstige Fähre der Linie 62 bis Finkenwerder – mit dem HVV und nicht die teuren Hafenrundfahrt-Angebote! Und ebenso funktioniert es ja in Helsinki mit der HSL-Fähre nach Suomenlinna, die im Tages-Ticket mit enthalten ist. Wer’s als Tourist nicht weiß, fährt mit der teureren Suomenlinna-Rundfahrt. Nach einem Rundgang über die Wolfsinsel (Susisaari) kommt man an die enge Durchfahrt für die großen Fährschiffe an Kuninkaanportti – gewaltig.

Kauppahalli: Natürlich schaut man sich die Kauppahalli vor dem Lyypekinlaituri an, aber der Tipp ist gut, die zweistöckige Hakaniemen Kauppahalli zu besuchen, denn die Atmosphäre scheint dort noch ursprünglicher zu sein (weniger Touristen!)

 

Straßenbahn in Helsinki - Trambahn: Die Linien 3B und 3T waren traditionell Touristen-Wagen – nun mussten wir umlernen – das ist jetzt Linie 2! Aber auch mit der Linie 1 kann man sehr schön bis Käpylä zur Koskelantie fahren und gewinnt einen Eindruck von der hügeligen Stadt

 

Am Tuusulasee waren wir im Museum auf Halosenniemi und gegenüber hatten wir einen wunderschönen Blick über den See von Sarvikallio aus.

Zum Aussichtspunkt Lintutorni von der Harjuvaarankuja aus hätten wir ohne ortskundige Begleitung wohl nie gefunden.

Das Hauptkonzert am Sonnabend war dann ein volles Tagesprogramm mit mehreren Gruppen. Zum Abschluss spielte die Robert-Cray-Band – die Stimmung bei den ca. 6000 Konzertbesuchern drückte die Zufriedenheit an diesem einmaligen Standort mit Blick zur Bühne mit dem Tuusulasee im Hintergrund aus.

 

Mich hat auch die Organisation für die 6000 Menschen auf der Vanhankylänniemi beeindruckt: Essen und Trinken, Sanitäreinrichtungen, Transferbusse nach dem Konzert zum Bahnhof – alles in allem, ein gelungenes Spektakel! Vielen Dank allen Helfern und Mitorganisatoren! Puistoblues ist eine Reise wert!

Wolfgang Messow und Tony Dwight (Buchholz)
Annika Landmann und Tutta Palin

Finnish Women Artists and Modernism

 

Dr. Tutta Palin gave a lecture on three relatively unknown Finnish artists in the new rooms of the Finno-Ugric Institute in Hamburg on April 23, 2014.


Times have changed a lot since the 1920’s when Ingrid Ruin (1881-1956) painted herself nude and was much criticized for that. The fact that she copied Anders Zorn’s style quite openly was also criticized, and the Swedish artist was also very embarrassed about the connotation of intimacy implied by this.


Ingrid Söderström (1898 – 1974) wrote and illustrated travelogues, including one in which she claimed to have walked from Paris to Florence in a month with no budget. Whether or not that was true remains a secret, but it made for a good story and was published in Suomen Kuvalehti!


However, while sharing interesting anecdotes about the artists, Tutta Palin pointed out that authenticity or honesty was sometimes sacrificed for the sake of a good story. Ester Helenius (1875 – 1955) was the third artist she talked about, and not much is known about her private life except that she travelled much, especially to Paris. She did acquire and maintain a broad network of clients and was able to support herself with her art. While googling her pictures, I noticed that the calla painting we saw at the lecture even appeared on a postage stamp in Finland in 2009.


Part of what makes these three women so interesting for a researcher, is that not much information has been published on them yet, but it sounds like Dr. Tutta Palin is planning to change that sometime during the next couple of years...


After such an interesting evening, one already looks forward to the next event organized by the Finno-Ugric Institute!

 


Neue Finnische Bücher in der Stadtbücherei Buchholz

 

DFG Liest - und nicht nur die...

Anfang Dezember hat DFG Nord/Buchholz der Stadtbücherei eine Tasche voller Bücher geschenkt. Finnische Bücher selbstverständlich. Das ist einer der DFG Liest Aktionen um Aufmerksamkeit auf den Ehrengastauftritt Finnlands auf der Frankfurter Buchmesse dieses Jahr und auf Finnland zu lenken.

 

Folgende neue Bücher können in der Stadtbücherei ausgeliehen werden:

 

Yrjö Kokko: Pessi & Illuusio

Leena Lehtolainen: Wer sich nicht fügen will (Maria Kallios 8. Fall)

Risto Isomäki: Die Schmelze

Mikko Rimminen: Der Tag der Roten Nase

Aino Havukainen: Tatu & Patu und ihre Verrückten Maschinen (Kinderbuch)

Lars Huldén: Das Osterfeuer. Sieben Geschichten

Ralph Eue (Hrsg.): Aki Kaurismäki

 

 

 

Gastvortrag und Buchpräsentation

Institut für Finnougristik / Universität Hamburg

Montag 28.10.2013

 

 

Trotz des Sturmes der über Hamburg wütete, ausgefallene Züge und stockender Verkehr, war der Saal im Institut für Finnougristik am Montag 28.10.13 gut gefüllt. Anwesend waren u.a. Hans-Christoph Stadel, der gerade zum Honorarkonsul Finnlands für Hamburg ernannt wurde, Markku Nurminen, Vorsitzender DFG Nord und Prof. Holger Fischer, Vizepräsident der Universität Hamburg. Dr. Paula Jääsalmi-Krüger, die den Abend organisierte, moderierte und dolmetschte unterhaltsam für Anssi Halmesvirta, dessen Buch Land unter dem Nordlicht. Eine Kulturgeschichte Finnlands an diesem Abend vorgestellt wurde.

 

Interessanterweise wurde dieses Buch zwar auf Finnisch geschrieben (von Anssi Halmesvirta und mehreren anderen Autoren von der Universität Jyväskylä) aber es wurde ausdrücklich für Deutsche Leser konzipiert und ist bis jetzt nur auf Deutsch erhältlich. Prof. Halmesvirta sagte, er habe das Gefühl, Deutsche die nach Finnland reisen würden sich ehrlich für das Land interessieren, was nicht bei allen der Fall wäre. Er und Übersetzer Prof. Rolf Klemmt erzählten über das Werk, wie es dazu kam und über die Tücken des Übersetzens aus dem Finnischen. Die Kulturgeschichte wurde
in diesem Werk im historischen und politischen Kontext erklärt und es ist
natürlich alles etwas komprimiert damit die Autoren das Wesentliche in einem
Band unterbringen konnten. Dr. Jääsalmi-Krüger las kurze Passagen aus dem
Buch vor und nach dem Vortrag kamen noch viele Fragen und Kommentaren vom
Publikum.

 

Hier der Text vom Buchrücken:

 

Land unter dem Nordlicht

 

Finnland, das nördlichste Land Europas, weist eine
reiche Kulturgeschichte auf, gespeist aus den verschiedensten Einflüssen des
Ostseeraums. Die frühesten Siedlungszeugnisse finden sich aus der Zeit um 8500
v.Chr., ab dem Jahr 1000 ist das Land christianisiert. Im Mittelalter wird es
ein Teil des schwedischen Reiches. Im 19. Jahrhundert zum Zarenreich gehörend,
erkämpft es im Ersten Weltkrieg seine Unabhängigkeit.

Das Buch zeichnet die Entwicklung Finnlands von
der Prähistorie bis zur Gegenwart nach und zeigt die unterschiedlichen
kulturellen Einflüsse, die das Land bis heute prägen
.

 

Das Buch habe ich noch nicht gelesen – es kam buchstäblich frisch vom Drucker, aber als Abschluss muss ich noch einen Satz weitergeben den ich im Vorwort gerade gelesen habe:

„Er ist wie der zum Tode verurteilte deutsche Gefangene, der auf die Frage nach seinem letzten Wunsch antwortet: ’Ich möchte Finnisch lernen.’“

 

 

Anssi Halmesvirta (Hrsg.)

Aus dem Finnischen von Rolf Klemmt

Land unter dem Nordlicht. Eine Kulturgeschichte
Finnlands

Primus Verlag

ISBN: 978 3 86312 359 8

 

Finnische Künstlerinnen in Buchholz:

 

 

 

Sarleena Kinanen bei der Arbeit (Photo: Christina Leitow)
Stina Rauäng und Wolfgang Messow in echt und gemalt von Julia Kotenko (Photo: Christina Leitow)

 

 

Multi-Cultural
Art Project in Buchholz

(by Liisa Wilker)

 

Nine artists from four different countries,  creating works of art together for one week in Buchholz sounds like an organizational challenge. Two artists from each of Buchholz’s sister cities in France, Poland and Finland, together with three local artists, all had Buchholz as their common theme. After arriving in Buchholz, the visitors were given an extensive tour of the city and the surrounding areas. The following morning, they were brought to the rooms of the Kunstverein where they had four days to work on their projects. Friday was spent preparing for opening night. There was no direct collaboration between the artists - each worked independently, and the end result was an interesting collection of artwork (photos, paintings, drawings, mixed media) which was presented to the public on Friday evening, September 27th. One piece from each artist was auctioned off and the rest are also for sale. Everybody involved was pleased
with the success of this unique project which brought four cultures together.

 

After the auction I spoke with the two young Finnish artists, Stina Rauäng and Sarleena Kinanen to find out what the artists themselves thought about this project. I was curious as to whether there was a huge amount of pressure in having to create a finished project in such a short amount of time, but the girls had not been stressed by the time constraint. 









Stina said that she had not planned her work in advance and that her
paintings evolved gradually while she was here. She began layering paint onto
the canvas, enjoying the process of creation and the ideas came as she worked.
The finished product turned out to be an astoundingly symbolic painting of not
only Buchholz and its surroundings, but also of the entire creative process. A
train - emerging from a nebulous dreamlike heathery background - with its
lighted windows seems to be a manifestation of the ideas coming to light which
were inspired by Stina’s physical surroundings. Trains also connect, bringing
people from one place to another, bridging gaps.

 

Sarleena came to Germany armed with only two special pencils but with a few definite ideas as to what she wanted to draw, but then had to modify these after arriving because of the impressions made upon her by the city and the landscape. Her main goal was to create something beautiful. Which she did - but with a twist. Her pencil drawings portray pretty young women, but when people looked at the pictures from afar, they were somewhat irritated because there was something quite different about them. Something unexpected. Coming closer, they saw that the noses had been blackened, giving the faces an animal-like feel. Inspired by Tove Jansson, Sarleena wanted to create something not quite human yet not animal either. Similar but different.

 

Stina described Buchholz as cozy; like a living room. People milling about outside, sitting in cafés, meeting, talking and enjoying the sunshine. She also seemed surprised at how green the city is, how much nature – trees and water (in the form of fountains) - has been integrated into the city and how you can find yourself in a forest only a few kilometers away. Sarleena said the architecture here was interesting and liked how the new buildings had been harmoniously integrated into the existing city
picture, and how modern some of them were, with large amounts of glass and clean
lines. Stina mentioned how open and friendly people were when she asked them if
she could photograph them for her projects, and was amused at how positive the reactions were, when she mentioned that she was from Finland.

 

Being given a specific theme to work with was very positive for Stina. Having that theme decided by other people in a foreign country was liberating as it forced her to disengage from herself, from her own thoughts and feelings. Sarleena added that at times she felt more like herself here, than she does in Finland. When you travel alone, you are unencumbered by how friends and family see you, in a certain sense becoming the personification of a blank canvas.

 

Stina and Sarleena fairly bubbled over with their impressions of the past week and were unable to pinpoint what had been the best part of it. However, Wolfgang, who chauffeured the artists everywhere, organized (electric!) bicycles and raingear and served as a constant source of entertainment with his knowledge of Finnish words, was at the top of the list!

 

The entire project has been a rewarding and productive blending of cultures and art and these two talented young artists seemed proud to have been a part of it. All of the artists involved, have, in fact, left their own mark on the ever changing canvas called Buchholz in der Nordheide! And I am sure we will be hearing more of them in the future.

 

Artists:

 

GERMANY:

Julia Kotenko

Maike Wagner

Lea Weicht

 

FINLAND:

Stina Rauäng

Sarleena Kinanen

 

FRANCE:

Pierre Olingue

Philippe Poulain

 

POLAND:

Danuta Wiktoria Kacalak

Albertyna Kacalak

 

 

Project Coordinator:

Christina Leitow

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